Kein Fracking im Einzugsbereich der Ruhr

Noch in diesem Jahr plant die Bundesregierung ein Gesetz zur Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Schiefergaslagerstätten (Fracking). Auch Dortmund ist davon betroffen, wie der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow erklärt:

"Die Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Schiefergaslagerstätten muss verboten werden – insbesondere in Bereichen der Trinkwasserversorgung. Ich begrüße deshalb die Entscheidung des Landes NRW, Fracking vorerst nicht zu erlauben. Fracking hat in Deutschland kein Potential und wird daher auch in Zukunft nicht relevant. Ich setze mich deshalb in der SPD-Fraktion dafür ein, kommerzielles Fracking und auch Probebohrungen nicht zuzulassen.

Derzeit prüfen mehrere Unternehmen der Erdgasbranche die Möglichkeit, im Einzugsgebiet der Ruhr Erdgas aus unkonventionellen Schiefergaslagerstätten zu gewinnen. Die Bezirksregierung Arnsberg hat dazu die Erlaubnisfelder "Ruhr" und "Falke South" vergeben. Die Erlaubnisfelder umfassen eine Gesamtfläche von über 629km² und liegen im Einzugsbereich der Ruhr – somit ist die Trinkwasserversorgung von 4,6 Millionen Menschen betroffen. Auch die Dortmunder Wasserversorgung speist sich zum großen Teil aus der Ruhr.

Zwar erhalten die Unternehmen durch die Vergabe der Erlaubnisfelder noch keine Erlaubnis zum Fracking, sondern nur eine so genannte "Berechtigung zur Aufsuchung von Erdgas". Es ist mir dennoch unbegreiflich, wie überhaupt in Erwägung gezogen werden kann, in einem wasserwirtschaftlich sensiblen Bereich wie der Ruhr die Aufsuchung von Erdgaslagerstätten zu erlauben. Trinkwasser ist eines der höchsten Güter und wenn durch eine Maßnahme auch nur ansatzweise ein Risiko entsteht, dann ist diese abzulehnen, schließlich sind tausende Menschen im Zweifelsfall davon betroffen.

Generell stehen die erheblichen Risiken, sei es durch eine Kontaminierung des Grundwassers, Unfälle oder Erdstöße, in keinem Verhältnis zu möglichen Vorteilen. Fracking bedroht die Trinkwasserversorgung in Dortmund, ist mit geologischen Risiken verbunden und eine Gefahr für das Ökosystem der Ruhr." 

Finanziert durch Marco Bülow, MdB

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