Soziales und Wirtschaft

Schließungspläne von Karstadt müssen gestoppt werden

23. Juni 2020

Die Schließung der drei Dortmunder Karstadt-Häuser ist ein schwerer Schlag für die Dortmunder Innenstadt und für die dort tätigen 440 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ich kann nicht verstehen, warum jetzt dieser Kahlschlag kommt. Die Filialen in Dortmund gehören zu den umsatzstärksten der vergangenen Jahre. Vor wenigen Jahren sind noch acht Millionen Euro in den Ausbau investiert worden. Diese Warenhäuser haben eine wichtige Magnetwirkung in der Innenstadt. Dortmund trifft das besonders hart. Ich halte diese Entscheidung für falsch.

Ein runder Tisch zu den Schließungen ist wichtig, wir brauchen unbedingt zielführende Diskussion über die Miethöhe bei den jeweiligen Häusern. Ich hoffe, dass sich dadurch die Schließungspläne noch stoppen lassen. Außerdem brauchen wir eine Diskussion, wie der Einzelhandel in der Dortmunder City wieder wettbewerbsfähiger wird. Insgesamt muss der Handel in Dortmund wieder mehr angekurbelt werden.

Es wird elementar wichtig sein, dass den Beschäftigten geholfen wird, falls die Häuser geschlossen werden. Dafür werde ich mich einsetzen.

Das Aussterben der Innenstädte ist bundesweit ein Riesenproblem. Durch die Corona-Pandemie gab es schon in den letzten Monaten erhebliche Einbußen. Perspektivisch müssen wir deshalb auch auf jeden Fall über eine Internetsteuer reden. Es kann nicht sein, dass Amazon sich immer weiter ausweitet. Eine riesige Krake, die wenig Steuern zahlt und das zumeist mit schlechten Arbeitsbedingungen.

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