Allgemein

Umweltbewusstsein der Deutschen nimmt zu

06. Dezember 2006

Anlässlich der in diesen Tagen veröffentlichten, aktuellen Studie zum Umweltbewusstsein in Deutschland, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gemeinsam mit dem Um-weltbundesamt in Auftrag gegeben worden war und die seit 1996 alle zwei Jahre erscheint, erklärt der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Marco Bülow:

„Der hohe Stellenwert, der dem Umweltschutz von den Bürgerinnen und Bürgern laut der neuen Studie zum Umweltbewusstsein eingeräumt wird, zeigt: Die Deutschen sind sich der drängenden Problematik des Klimawandels und der Knappheit der fossilen Energie-Ressourcen bewusst. Allein 93 % der Befragten erachten den Umweltschutz für wichtig und zwei Drittel der Bevölkerung sehen in einer konsequenten Umweltpolitik keine nachteiligen Effekte auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.  

Ich schließe mich ausdrücklich der Meinung von Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, an: Die Politik muss den Menschen in Deutschland noch deutlicher als bislang vor Augen führen, was nachhaltiger Umweltschutz und ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Natur dem einzelnen Bürger konkret bringt. Nicht nur eine Steigerung der Lebensqualität und eine Verbesserung der Gesundheit sind Folgen von umweltbewusstem Verhalten, sondern ebenso wirtschaftlicher Aufschwung und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Allein in der Branche der Erneuerbaren Energien waren im Jahr 2005 insgesamt ca. 170.000 Menschen in Deutschland beschäftigt. Dies sind rund 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor, Tendenz steigend.  

Die Menschen in Deutschland haben das Potenzial der Erneuerbaren Energien erkannt: Immerhin zwei Drittel der Bevölkerung wünschen sich Deutschland als Vorreiter in der internationalen Klimaschutzpolitik – 11 Prozent mehr als 2004 und sogar 20 Prozent mehr als im Jahr 2002. Als vorrangige Ziele wurden der Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Senkung des Energieverbrauchs und eine höhere Energieeffizienz genannt. Zwei Drittel der Bevölkerung wollen ebenso am Atomausstieg festhalten oder ihn sogar beschleunigen.  

Wichtig ist nun aber, dass die Deutschen diese Einstellung auch im Alltag leben. Ich merke oft, dass Bürgerinnen und Bürger den Umweltschutz zwar als wichtige Maßnahme ansehen und politisch unterstützen, ihr eigenes Verhalten jedoch oft inkonsequent ist und der Billigflieger der Bahnreise vorgezogen oder immer noch keinen Ökostrom bezogen wird. Unsere Aufgabe als Politiker wird es demnach künftig noch stärker sein müssen, den Menschen Anreize oder Hilfestellungen zu geben, damit dieses Bewusstsein auch im Alltag praktisch umgesetzt werden kann.“

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